Spannende Einblicke in das Leben der Schwalben und Mauersegler
‚Schaut hin, wie besonders, bereichernd und schützenswert wir sind‘.

Habt ihr zum Beispiel gewußt, dass ein Mauersegler-Junges zwar erst nach circa 42 Tagen Aufzucht im Nest aus diesem – ohne Eltern – ausfliegt? Um fortan für 3 Jahre ausschließlich in der Luft zu leben? Nämlich bis zu dem Zeitpunkt, an dem er endlich wieder landet – um nun selbst zu brüten. Und zwar in der Nähe des Orts, an dem er geschlüpft ist – hoffentlich bei uns irgendwo.
Ich muss gestehen, dass viele Details zu Leben und Verhalten dieses Flugkünstlers mich sehr beeindruckt haben, so abenteuerlich und frei muten sie an.

In dem inspirierenden, fundierten und multimedialen Vortrag von Birgit und Andreas wurde beispielsweise eine (von drei) Filmaufnahme gezeigt, in der ein Mauerseglerküken im Nest eine Art Liegestützen macht, um für dieses völlig selbständige Ausfliegen seine Muskeln zu stärken. Die tollen Aufnahmen entstanden in den Nisthilfen am Haus der Vortragenden in Lützelsachsen.
Zur Unterscheidung von Rauchschwalbe, Mehlschwalbe und Mauersegler hat Birgit unterhaltsam und doch detailliert deren Aussehen, Verhalten und Brutverhalten beschrieben – unterstützt mit einer ausgefeilten Power-Point-Präsentation.
Und dann gab es auch Stimmproben‘‘ von allen drei Arten. Und wir Zuhörer haben gemerkt, dass wir diese Rufe kennen: Sri-sri von Mauerseglern, ‚Geschwätz‘ mit Trillern von der landwirtschaftlich orientierten Rauchschwalbe und einfach nur so etwas wie ‚Geschwätz‘ von den Mehlschwalben.
Wer kennt nicht aus dem Urlaub das vielstimmige und irgendwie beglückende Sri-sri der unzähligen Mauersegler – das bei uns leider langsam verschwindet.

Was man kennt und schätzt, möchte man schützen und unterstützen. Dies ist ganz klar die Botschaft dieses schönen (und wiederholenswerten) Vortrags.
Denn es sollen Haus- oder Wohnungeigentümer inspiriert werden, bei sich Nisthilfen aufzuhängen ‚zu lassen‘.
Der Nabu Weinheim bietet hierzu in Weinheim, Hemsbach, Laudenbach Beratung vor Ort an, und bei Eignung auch Voll-Unterstützung bei Anbringung und Befestigung – bis hin zur eventuell kostenlosen Überlassung der Nisthilfe selbst – eben einer „Herberge für Himmelsstürmer“.
