Auf diesen Seiten möchten wir Ihnen unsere Arbeit vorstellen und Perspektiven für eine lebenswerte Zukunft entwickeln. Erfahren Sie mehr über uns! 

NABU Aktuell

Unsere Blumenwiese am Bahnhof bleibt erhalten

Nach den ersten Informationen das unser Blumenwiese am Hauptbahnhof neu eingesät werden soll, haben wir jetzt von der Stadt erfahren, das diese langfristig erhalten bleiben soll.
Letzte Woche wurde bereits mit den Arbeiten begonnen. Es soll ein ca. 4 Meter breiter Pflanzstreifen direkt hinter der Gehwegkante zum Busbahnhof entstehen. Geplant sind ein ein paar Bäume, Sträucher und Blühstauden. Bodendecker sollen den Streifen vor dem austrocknen schützen. Besonders freut uns das Versprechen den hintere Bereich der Wiese weiter pflegen zu dürfen. Unser Plan die Wiese weiter auf natürliche Art und Weise zu einer echten Blühwiese entwickeln zu lassen, können wir nun weiter verfolgen. Das wird sicher auch noch eine ganze Weile dauern und es wird auch wieder unschöne Ansichten geben. Dazu sollte man wissen, das mit solchen Pflanzenresten ein geeigneter Überwinterungsplatz für Insekten und Schmetterlinge geschaffen werden kann. Diese Lebensräume sind sehr wichtig, um das immer noch starke Insektensterben in Baden-Württemberg langfristig aufzuhalten. Es sind nach wie vor bis zu 80% weniger Insekten unterwegs.
Siehe auch den Bericht der WNOZ vom 17.03.2021

Frühjahrsputz für die Natur

NABU appelliert an alle, bereits jetzt die Säuberungsaktionen durchzuführen

 

Weinheim – Der Naturschutzbund NABU appelliert an alle Vereine/Gruppen und privaten Gartenbesitzer, die einen „Frühjahrsputz“ in ihrer Gemeinde und Umgebung oder im Garten durchführen wollen, nicht bis zum Frühjahr zu warten, sondern bereits jetzt die Säuberungsaktionen durchzuführen.

 

„Die Störanfälligkeit der Natur ist im ausklingenden Winter geringer als in den sensiblen Frühjahrsmonaten,“ begründet Ralf Hilpert vom NABU Weinheim, diese Forderung. Zwar sei es sehr erfreulich, dass sich immer mehr Vereine und Bürger aktiv für die Sauberkeit, Hege und Pflege ihrer Gemarkungen einsetzen und damit auch das Bewusstsein für den Umgang mit der Natur schärfen. Diese Aktionen dürften aber nicht auf Kosten der zu schützenden Natur durchgeführt werden. Deshalb empfiehlt der NABU, diese vor Mitte März durchzuführen. „Danach sind zahlreiche Vögel mit ihren Vorbereitungen zur Brut beschäftigt und die Setzzeit des Wildes beginnt - dann muss die Natur für den Menschen tabu sein. Im Putzeifer kann hier ganz unbeabsichtigt enormer Schaden angerichtet werden!“ Der Müll lagert ja in der Regel nicht nur am Wegesrand und wenn dann im Gebüsch gearbeitet wird, ist die Gefahr groß, unbedacht Nester zu zerstören. Den wenigsten Menschen ist bekannt, dass eine ganze Reihe von Vögeln Bodenbrüter sind und die Randflächen entlang von Wegen und Gräben ihr Brutgebiet ist. Oder hätten Sie gewusst, dass Nachtigall, Rotkehlchen und Zaunkönig in Bodennähe oder der Sumpfrohrsänger (übrigens ein wunderbarer Stimmenimitator!) gerade in Brennnesselstauden am Wegesrand ihre Nester bauen? Und damit andere Tiere ausweichen können, sollten immer nur kleine Abschnitte auf einmal „durchkämmt“ werden.
Ruhe in den Kinderstuben unserer Tiere ist für das Überleben des Nachwuchses erstes Gebot.

 

 

Auch die bereits austreibende Pflanzenwelt - von Gelbstern, Buschwindröschen bis hin zur Traubenkirsche - dankt es, wenn sie in der empfindlichen Phase des Austreibens nur gegen eventuelle Spätfröste und nicht auch noch gegen Verletzungen durch Tritt oder Heckenschnitt ankämpfen muss.

 

Auszeichnung "Schwalbenfreundliches Haus" für den " Reit-,Fahr- und Pferdezuchtverein Großsachsen"

  

Das melodische Gezwitschere der Rauchschwalben ist allgegenwärtig, als Matthias Volz für den Reit-,Fahr- und Pferdezuchtverein Großsachsen  die Plakette „Schwalbenfreundliches Haus“  vom NABU Weinheim erhält. Die Plakette würdigt Menschen, die Schwalben willkommen heißen. Schließlich waren die Flugkünstler jahrhundertelang selbstverständliche Mitbewohner in Dörfern, Höfen und Städten. Ihre Nester baut die Rauchschwalben im Inneren von Ställen, Scheunen oder anderen Gebäuden an Balken, Wänden oder Mauervorsprüngen. Die Tatsache, dass der Singvogel früher auch an offenen Kaminen oder Rauchfängen brütete, trug ihr ihren Namen ein. Das schalenförmige Rauchschwalbennest besteht aus kleinen Lehmklumpen und darin eingebackenen Halmen, die öfters lang heraushängen. Ihre Nahrung - in der Hauptsache fliegende Insekten - jagt sie gerne in Viehställen, bei schönem Wetter aber auch in luftiger Höhe. Tief fliegende Schwalben kündigen dagegen Regen an.  Zwar zählt die Rauchschwalbe noch immer zu einem der häufigeren Singvögel, doch ihre Bestände gehen seit Jahren kontinuierlich zurück. Es wird immer schwieriger, geeignete Nistplätze zu finden, umso erfreulicher die Großsachsener Kolonie. Positiver Nebeneffekt der Rauchschwalben:  Die fliegende Plagegeister für Pferde und Reiter werden dezimiert! Infos und Bauanleitungen für Rauchschwalben-Kunstnester finden sich auf den Webseiten des NABU oder anderen Naturschutzvereinigungen.

 

 

Schau dir auch die Facebook-Seite des NABU Weinheim an

Gemeinsam für eine naturverträgliche EU-Agrarpolitik

Machen Sie mit bei der NABU-Kampagne „Werde laut für mich“!

 

Die Artenvielfalt in der Agrarlandschaft nimmt von Jahr zu Jahr ab. Denn besonders die intensive Landwirtschaft raubt Feldhasen, Rebhuhn, Ackerhummel und Co. Nahrung und Lebensraum. Befeuert wird dies durch eine völlig falsche Subventionspolitik, denn für nichts gibt die EU mehr Geld aus als für die Gemeinsame Agrarpolitik (GAP). Aktuell laufen in Brüssel die Verhandlungen für die Förderpolitik der nächsten sieben Jahre. Das ist unsere Chance, uns für mehr Naturschutz auf Acker und Wiese einzusetzen, denn schon in wenigen Monaten wird die Entscheidung im EU-Parlament erwartet.

Nach dem erfolgreichen ersten Kampagnenabschnitt "Meine 114 Euro", bei der über 62.000 Stimmen für die Artenvielfalt gesammelt wurden, gehen unsere Bemühungen für eine neue Agrarpolitik in die entscheidende Phase. Unter dem Motto "Werde laut für mich!" stellen wir eine Reihe von bedrohten Tieren der Agrarlandschaft wie den Feldhasen in den Mittelpunkt. Geben Sie der Artenvielfalt Ihre Stimme und schicken Sie eine Sprachnachricht an Ihre regionalen EU-Abgeordneten. 

Wir freuen uns über jede Unterstützung!