Pflege eines botanischen Kleinods in Nächstenbach

 

An einem trockenen Novembermorgen trafen sich Aktive des BUND und NABU Weinheim zu einem Arbeitseinsatz in Nächstenbach. Eine am Hang gelegene Trockenwiese, die ohne eine regelmäßige Mahd langsam verbuschen würde, musste gemäht werden. Der seltene Pyramiden-Milchstern, der Runde Lauch und die schopfige Traubenhyazinthe, allesamt Seltenheiten, die viel Sonne und Wärme benötigen, sind dort noch heimisch. Immer häufiger wird in der hiesigen Kulturlandschaft Grünland intensiv bewirtschaftet oder frühere Streuobstwiesen, Trockenwiesen oder Steilhänge von Brombeeren, Kanadischer Goldrute und anderen stark wachsenden Kräutern verdrängt. Aber auch die Arbeitswelt ändert sich; Balkenmäher und Freischneider werden anstatt der Sense eingesetzt. Nach knapp drei Stunden schweißtreibender Arbeit konnten die Naturfreunde zufrieden feststellen, dass die botanischen Kostbarkeiten im kommenden Frühling nun wieder eine Chance zum Blühen bekommen werden.

 

Dieser Bericht ist in den Weinheimer Nachrichten in verkürzter Form erschienen. Ein paar Bilder vom Arbeitseinsatz und einer der schützenswerten Pflanzen: der "Schopfigen Traubenhyazinthe":